Dein Smartphone, dein Fitnesstrainer

Beitragsbild zum Smartphone als Fitnesstrainer

Das Smartphone wird zum individuellen Coach für das eigene Fitnessprogramm. Doch ohne Motivation geht gar nichts. Hier steckt noch viel ungenutztes Potential im kleinen Gerät. Einen Hinweis dazu lieferte vor zwei Jahren bereits das Spiel Pokémon Go.

Damals kreisten etliche Berichte um das Phänomen „Pokémon Go“. Die Beliebtheit bei Kindern und Erwachsenen unter 35 Jahren war groß. Überraschend dabei vor allem die Leichtigkeit, mit der ausgewiesene Sportmuffel auf einmal bereit waren stundenlange Spaziergänge und Fahrradtouren auf sich zu nehmen. Dabei ging es gar nicht darum Sport zu treiben, sondern um das Sammeln von kleinen, virtuellen Monstern.

Motiviert zur Bewegung wurde ganz nebenbei, ein Nebeneffekt zum Spiel. Um solche Motivation kämpfen Fitness-Apps und Anbieter diverser, vom Smartphone gesteuerter Technologien seit Jahren. Der Einsatz von Smartphones im Fitnessbereich ist seit Längerem ein großes Thema. Unzählige App-Entwickler widmen sich diesem Thema.

Ebenso treiben die Entwickler der Betriebssysteme den Trend an. Sie legen verstärkt Wert auf die Anbindung der Geräte an den Körper und die Messung von Gesundheits- und Fitnessdaten. Apple bietet hierfür die Plattform „Health Kit“. Google verfolgt mit „Google Fit“ ähnliche Ziele. Das große Ziel hinter dieser Entwicklung ist dabei sicher nicht ganz selbstlos. Big Data ist längst kein unbekanntes Stichwort mehr.

Wie erfasste Daten für perfekt zugeschnittene Werbung genutzt werden können beweist Google bereits eindrücklich. Trotzdem kann der einzelne Nutzer profitieren und einen gesundheitsfördernden Lebensstil mit dem Smartphone und entsprechender App-Anwendungen unterstützen.

Das Angebot hierfür ist riesig und für die wichtigsten Systeme, iOS und Android, gleichermaßen gut verfügbar. Insgesamt kann man die Fülle an Fitness-Apps in vier Kernbereiche einteilen: Fitnesstests-Apps testen die Fitness und sammeln relevante Körperdaten, Fitnesstrainings-Apps erstellen Übungspläne, messen den Fortschritt und den Kalorienumsatz, Wegstecken- bzw. Bewegungs-Apps unterstützen den bereits Sporttreibenden bei der Wegplanung oder zählen für ihn die erbrachte Leistung und schlussendlich Entspannungs-Apps mit ihrem Angebot an Entspannungstechniken.

Für die Motivation bieten die Fitnesstrainings-Apps und die Wegstecken/Bewegungs-Apps oftmals eine Anbindung an Social-Media-Plattformen an. Hier kann der Sporttreibende seine Erfolge veröffentlichen, sich mit Gleichgesinnten austauschen und seinen Freunden seine Leistungen beweisen. Dies allein scheint jedoch noch nicht zu reichen.

Tatsächlich stehen jetzt zum Jahresanfang die guten Vorsätze zu mehr Sport und einer gesünderen Lebensweise hoch im Kurs. Bei Statista wird mehr Bewegung bzw. Sport als der dritt-wichtigste Vorsatz zum neuen Jahr ausgewiesen (Umfrage durch FORSA/DAK).

Während der volljährige Deutsche wochentags etwa 7,7 Stunden täglich nur im Sitzen verbringt kann jede zusätzliche Bewegung der Gesundheit nutzen. Smartphone-Apps, die zur Bewegung anregen und den eigenen, möglichst gesunden Lebensstil unterstützen, können hierfür einen Beitrag leisten. Ihr Erfolg hängt am Ende von der Motivation ab, die der Nutzer durch die Anwendung erfährt und die Bestätigung, die ein bewegungsreicheres Leben mit sich bringt.

Das Potential, welches mit dem Smartphone im Zusammenspiel mit Augmented Reality (Einblendung virtueller Dinge in wirkliche Bild und Videoansichten) entsteht, wird zudem gerade erst erkannt. Eine Entwicklung der Fitness-Apps in diese Hinsicht erscheint logisch. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit bis entsprechende Angebote den Markt erobern. Spielerisch zu mehr Bewegung zu gelangen könnte ein durchaus lohnender Ansatz sein. Mehr Bewegung für den Nutzer lohnt in jedem Fall.

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