Bildgestaltung | Fotos für Blog und Web (4/6)

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[Teil 4 der Serie “Fotos für Blog und Web”]

Dort wo wir heute mit unserem Smartphone jederzeit Fotos aufnehmen können ist die Versuchung groß einfach drauf los zu knipsen. Wer jedoch nicht nur das letzte Essen für die Freunde dokumentieren möchte sollte sich mehr Zeit nehmen und einige Dinge beachten. Denn selbst hinter den wie-nebenbei-entstanden-wirkenden Schnappschüssen auf Instagram liegt oftmals richtig harte Arbeit.

Eindeutige Motive finden

So lapidar es auch klingen mag: Eindeutige Motive machen ein Bild aus. Besonders dort, wo Sie für die Illustration eines Artikels nur ein kleines Bild verwenden, würden zu viele Details stören. Überlegen Sie sich welche Art von Bildern sie benötigen: Dokumentation oder Illustration. Im letzten Artikelteil wurden diese Bildkategorien bereits besprochen. Bei der Dokumentation suchen sie nach ansprechenden Motiven vor Ort oder in Verbindung mit dem zu dokumentierenden Objekt. Bei der Illustration versuchen Sie ein Motiv zu finden, das klar das Thema ihres Beitrags oder Webcontents aufgreift und im Idealfall auch noch Emotionen auslöst.

Format und Bildaufbau

Das Bildformat wird Ihnen oftmals von den technischen Bedingungen ihrer Website vorgegeben. Darüber erfahren Sie im nächsten Teil der Artikelserie noch mehr. Lediglich die in den Beiträgen eingepflegten Fotos können das Format frei wählen. Neben den Standards Hochformat und Querformat sollte man auch das Quadrat berücksichtigen. Bei manchen Social-Media-Communities wird es sogar häufig oder ausschließlich verwendet. Überbreite Formate eignen sich vor allem als Header oder wenn man etwas abgrenzen möchte. Betreiben Sie eine Seite mit Werbeeinblendungen, dann berücksichtigen Sie die dortigen Formate. In diesem Fall hilft ein deutlicher Unterschied bei den Formaten dem Leser dabei beide Bereiche auch optisch zu trennen.

Beim Bildaufbau sollten Sie einen langweiligen Aufbau vermeiden, welcher besonders bei der mittigen Positionierung von Objekten oder Menschen im Bild entsteht. Bei einem Portrait sollten die Augen über der Mittellinie liegen, bei querformatigen Aufnahmen einer Person in der Halbtotale setzen sie diese am besten in Szene wenn das Verhältnis 1/3 zu 2/3 eingehalten wird.

Ausschnitt und Bildanschnitt

Wählen Sie Ausschnitte in Bildern nach den Regeln des Bildaufbaus. Mithilfe der Digitaltechnik ist es heute ein leichtes ein Bild zuzuschneiden. Benötigt wird dazu lediglich ein Bildbearbeitungsprogramm. Diese gibt es auch als kostenfreie Freeware, wie beispielsweise GIMP. Für die rudimentären Bearbeitungen wie Ausschnitt und Größe reicht die Software vollständig.

Der Bildanschnitt ist nun beinahe eine Glaubenssache, insbesondere in der Portraitfotografie. Ich persönlich bin ein großer Fan und benutze diese Technik oft als gestalterisches Element. Ein Portrait mit weniger Haarfläche und dafür deutlich mehr Gesicht ist in meinen Augen meist spannender. Doch das ist auch Geschmackssache. Zu vermeiden sind allerdings unabsichtliche oder unabsichtlich wirkende Anschnitte, wenn z.B. die Person (fast) ganz abgebildet wird und dann die Füße fehlen.

Mit Farbe, Licht und Unschärfe arbeiten

Farbwirkung und Licht sowie Schattenflächen sind gestalterische Mittel. Mit Bedacht eingesetzt können sie einem Bild mehr Dynamik und Stimmung geben. Probieren Sie sich hier einfach mal aus. Ebenso ist Unschärfe im Bild ein gestalterischer Weg um bestimmte Bereiche der Abbildung besonders zu betonen und andere Bereich wie z.B. den Hintergrund zurück zu nehmen.

Licht und Unschärfe sollten bereits beim Fotografieren des Bildes so umgesetzt werden, wie man das möchte. Unschärfe lässt sich bis zu einem gewissen Grad auch noch nachträglich in des Bild einarbeiten, setzt jedoch einige Kenntnisse in der Bildbearbeitung und ein entsprechendes Programm voraus. Ganz einfach ist es hingegen ein Bild im Nachhinein umzufärben oder komplett schwarz-weiß zu setzen. Solche Bearbeitungen sind auch mit einfacher Bildbearbeitungssoftware machbar.

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